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Die Geschichte der Brauerei |
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gründete der heilige Korbinian mit zwölf Gefährten auf dem Nährberg
bei Freising ein Benediktinerkloster und begründete damit, bewusst
oder unbewusst, die Braukunst in Weihenstephan. Denn wo im
Mittelalter ein Kloster stand, da wurde auch gebraut. Bis zum Jahre
1040 taten die Weihenstephaner Mönche dies allerdings noch in
Konkurrenz zu den Freisingern selbst. In jenem Jahr jedoch gelang es
Abt Arnold, den Nachbarn das Brau- und Schankrecht abzuluchsen. Die
Klosterbrauerei Weihenstephan entstand. Und dort, auf dem Nährberg,
steht sie heute noch – nach fast tausend wechselvollen Jahren.
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überrannten und zerstörten die Hunnen das Kloster. Ähnliches
vollführten auch Kaiser Ludwig der Bayer (1336), die Schweden
und die Franzosen im Dreißigjährigen Krieg und die Österreicher im
Spanischen Erbfolgekrieg. Doch damit nicht genug: Zwischen 1085
und 1463 brannte das Kloster Weihenstephan noch vier Mal
vollständig ab, wurde durch drei Pestepidemien, diverse Hungersnöte
und ein großes Erdbeben im Jahr 1348 zerstört oder
entvölkert. Mit bayerischer Hartnäckigkeit bauten jedoch die
Benediktiner Kloster und Braustätte immer wieder auf und
verfeinerten dabei ihre Braukunst.
Seit
1803 staatlich
Was
all die Katastrophen in der gut tausendjährigen Geschichte des
Klosters Weihenstephan nicht vermochten, wurde am 24. März 1803
durch einen Federstrich vollzogen: seine Auflösung. Im Zuge der
Säkularisierung gingen sämtliche Besitztümer und Rechte des Klosters
an den bayerischen Staat über. Der Brauerei konnte das aber nichts
anhaben. Sie wurde vom Königlichen Staatsgut Schleißheim aus
verwaltet. 1852 zog die landwirtschaftliche Zentralschule von
Schleißheim nach Weihenstephan und mit ihr die bayerischen
Brauschüler. 1895 wurde die Schule zur Akademie und 1919
zur Hochschule für Landwirtschaft und Brauerei erhoben, um 1930
in die Technische Universität München aufzugehen. Weihenstephan
entwickelte sich so zum Zentrum der Brautechnologie Deutschlands, ja
weltweit. Nach dem Krieg wuchs die Produktion der altehrwürdigen
Brauerei derartig, dass es in den alten Gebäuden bald zu eng wurde.
Sudhaus, Gärtanks und Kellergebäude wurden aufwändig erneuert und
garantieren heute mit modernster Technologie hervorragende
Bierprodukte.
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